Kein Ereignis in der deutschen Geschichte der Neuzeit hat einen solchen Niederschlag im zeitgenössischen Medaillenschaffen gefunden wie der Erste Weltkrieg. Unmittelbar nach Ausbruch des Krieges ging vom Münzkabinett der Königlichen Museen zu Berlin die Initiative zu einer 180 Medaillen umfassenden Edition aus. Katalog und Briefedition verdeutlichen die Sinnkrise vieler namhafter, aber auch weniger bekannter Künstler um 1914. Das Bemühen durch die Wiederbelebung der künstlerisch anspruchsvollen Gussmedaille zugleich nationales Pathos zu stärken, musste sich mit dem Kriegsverlauf zunehmend als erfolglos erweisen. Für die Medaillenkunde wie für die Kunstgeschichte gewähren die Briefzeugnisse wertvolle Einsichten.
Weitere verfügbare Titel aus der Reihe "Das Kabinett":
Das Münzkabinett der Königlichen Museen zu Berlin und die Förderung der Medaillenkunst (EUR 9,20)
Autor: Wolfgang Steguweit
Staatliche Museen zu Berlin, 1998
188 Seiten,
broschiert
18 Abb., 51 Abb.-tafeln
ISBN: 3-88609-435-9
Best. Nr.: MK0009435