Kostbare Zeichnungen der Renaissance, von Maso Finiguerra und Marten van Heemskerck bis zu Annibale Carracci, sowie einschlägige druck- und buchgrafische Werke des 16. Jahrhunderts bis hin zu späteren Varianten des Themas in der holländischen Kunst des Goldenen Zeitalters gruppieren sich um ein zentrales Werk: die „Große Ansicht von Florenz“, ein Werk, das unter dem Namen „Kettenplan“ berühmt wurde. Auf diesem 1485/1510 entstandenen Monumentalholzschnitt erscheint erstmals der Künstler als Schöpfer seines Werkes im Bilde selbst – und zwar programmatisch als entwerfender Zeichner. Dabei werden das Zeichnen als Aktivität, also der Prozess zwischen Hirn und Hand, und die Zeichnung als offenes, entwicklungsfähiges Produkt und wesentliches Instrument der Erkenntnis thematisiert.
Herausgegeben von Hein-Th. Schulze Altcappenberg und Michael Thimann. Mit Heiko Damm und Ulf Sölter
Redaktionskonzeption: Simon Gabriel Neuffer und Ulf Sölter
Staatliche Museen zu Berlin, 2007
200 Seiten,
broschiert
zahlreiche farbige Abbildungen
ISBN: 3-88609-606-8
Best. Nr.: KK006060