Als „eine subjektive Dokumentation über ein Drama in sieben Kapiteln“ beschreibt der Künstler seine rund 31-minütige Doppelprojektion. Im Mittelpunkt steht der Genozid in Ruanda 1994, dem in den Monaten April bis Juni mehr als 800.000 Tutsi zum Opfer fielen. Marcel Odenbach, der sich in seinen Kunstwerken mit der deutschen Geschichte auseinander setzt, spürt Parallelen nach, die sich aus dem Zusammenleben von Opfern und Tätern ergeben. Die Videoinstallation gibt weder Hinweise zur Beurteilung noch Erklärungen. Unterstützt von einer sehr differenzierten und komplexen Toncollage wird der Betrachter als Beobachter des Geschehens stark emotional einbezogen.
Weitere verfügbare Titel aus der Reihe "Museum für Gegenwart":
Do it yourself. Positionen von den 1960er Jahren bis heute. (EUR 8,00)
Herausgegeben von dem Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
Redaktionskonzeption: Mit Beiträgen von Eugen Blume und Britta Schmitz
Staatliche Museen zu Berlin, 2006
40 Seiten,
broschiert
29 Abbildungen und Film-Stills in Farbe
Best. Nr.: HBF0X0200