Milet, die "Zierde Ioniens" an der Küste Kleinasiens in der heutigen Türkei, war in archaischer Zeit eine der größten und einflußreichsten Metropolen des Mittelmeerraumes. Nach der Zerstörung durch die Perser im Jahre 494 v. Chr. wurde die Stadt wieder aufgebaut und erlebte in der römischen Kaiserzeit (1./2. Jh. n. Chr.) eine Phase erneuten Wohlstands und urbanistischer Pracht, auch wenn ihr andere Städte wie Ephesos längst den Rang abgelaufen hatten. Theater, Nymphäum, Markttor und Faustinathermen sind Zeugnisse dieser späten Blüte. Ihre Baugeschichte, Ausstattung und Nutzung im Laufe der Zeit, vor allem im Zuge der Christianisierung ab dem 4. Jh. n. Chr. und des damit einhergehenden Wertwandels, werden in der Ausstellung und im vorliegenden Katalog ebenso beleuchtet wie grundlegende Fragen nach der Funktion und Wirkung von Skulpturen im öffentlichen Raum.
Herausgegeben von Ortwin Dally, Martin Maischberger, Peter I. Schneider, Andreas Scholl
Redaktionskonzeption: Soi Agelidis, Constanze Graml, Veronika Hinterhuber, Martin Maischberger, Matthias Richter
Schnell & Steiner, 2009
225 Seiten,
broschiert
147 farbige Abbildungen, 40 s/w Abbildungen, 9 Pläne, 3 Karten, 10 Grundrisse
Best. Nr.: ANT042235